Kyungpook National University 경북대학교

Wooo genau bin ich hier eigentlich?

 

An der KNU (Kyungpook National University 국립대학교) in Daegu. Und jetzt sind es auch schon drei Wochen. Wie kann die Zeit nur so unglaublich schnell vorbeigehen? Ich wollte eigentlich jedes Wochenende etwas über unser Uni-Leben hier schreiben, doch man kommt einfach zu nix. Also daher mal ein paar Eindrücke von dem, was wir hier jeden Tag so um uns herum sehen.

 

Der Campus ist nicht mit der kleinen Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Rheinbach zu vergleichen. Hier gibt es ca. 20 Gebäude zu den verschiedensten Studiengängen, verteilt auf einem sehr weitläufigen und gleichzeitig sehr schönen Gelände. Zwar wird man ab und an fast von einem Auto umgefahren, wenn man so über den Campus läuft, aber das gehört hier eben dazu. Und wenn es nicht das Auto ist, dann läuft einen vielleicht einfach jemand um. Die Koreaner haben was das angeht eine etwas andere Kultur: Wen man nicht kennt, den schiebt man eben aus dem Weg. So geht das!

 

Und so lebe ich hier mein Campusleben. Vor 9 Uhr beginnt keine Vorlesung und da wir auf dem Campus, in einer der fünf Dormitories leben, sind wir auch immer schnell am Ziel. Naja mittel schnell. Wir wohnen am äußeren Rand des Geländes im "old Dormitory" und wenn man das hier zu jemandem sagt, dann bekommt man schnell einen mitfühlenden Blick zugeworfen. Dabei ist es gar nicht so schlimm. Ja unser Zimmer könnte mal ordentlich renoviert werden..und vielleicht auch der Rest des Hauses, aber zumindest haben wir unser eigenes Badezimmer. Denn eigentlich kommen nur die Exchanges im "new Dorm" (auf der anderen Seite des Campus) zu diesem Vergnügen. Doch bei den Mädels hier haben sie wohl mal eine Ausnahme gemacht. Nicht aber bei den Jungs im old Dorm, da gibt es nur das Gemeinschaftsbad. 

 

Ist aber nicht so als hätte ich dieses Bad oder auch nur den Dorm der Jungs schon mal von innen gesehen. Oh nein, hier wird streng nach Geschlechtern getrennt. Der Handscanner öffnet nur die Tür, wenn du als Mädchen oder Junge in deinen eigenen Dorm willst und auch hier im System gespeichtert bist. Wer in einem fremden Dorm erwischt wird, dem drohen Penality Points: 5 für den falschen Dorm und zur Relation: 2 für Essen im Badezimmer oder für zu spätes Wiederkehren. Denn Ausgangssperre gibt es zwischen 1:00 und 5:00 Uhr nachts. Wer in dieser Zeit nicht zu Hause ist, der kann die Türe zwar öffnen, kassiert jedoch 2 Points. Man sollte es sich also gut überlegen, wann man nachts auftaucht, denn bei mehr 10 Punkten fliegt man raus.

 

Das geht als Austauschstudent für ein Semester ja noch: 5 mal in 4 Monaten... ich frage mich aber, wie es die "echten" Studenten hier machen. 10 Punkte in vier Jahren, da muss man gut rationieren. So heißt es jedes Wochende die Entscheidung treffen: vor 1 oder nach 5..?

Jetzt da ich so viel von unserem Dorm berichtet habe, gibt es auch ein paar Bilder hierzu: Jap es ist noch viel schöner als alle gedacht haben. Ich weiß.

 

Unser Zimmer besteht aus zwei Betten, zwei Schränken, zwei Schreibtischen, zwei Stühlen, einem Bad und einer Menge Klebeband. Alles "Sonstige", also Bettdecken und sowas, haben wir selber gekauft. Es ist eben sehr schlicht gehalten. Wäsche wird im Zimmer an der Decke getrocknet und im Bad wird halb im Waschbecken und in der Toilette geduscht, aber doch geht es echt gut. Moni und ich sind happy Roomies! Wir haben alles was wir brauchen und und an alles Andere haben wir uns inzwischen gewöhnt. Eigentlich verbringen wir auch nicht sonderlich viel Zeit im Zimmer, da wir immer außerhalb essen und sonst mit den anderen hier auf dem Campus oder in der Stadt unterwegs sind. Demnach: Wir sind gut angekommen und auf jeden Fall sicher untergebracht :)


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Kommentare: 1
  • #1

    Me (Sonntag, 10 Dezember 2017 08:30)

    LOVE IT AGAIN