Fukuoka

Auch wenn es jetzt schon fast einen Monat her ist, wir waren in Fukuoka in Japan :) Es waren Chuseok-Ferien in Südkorea und da haben wir uns aufgemacht Japan zu erkunden. Um ehrlich zu sein war der Plan zunächt Tokio, Osaka, Kyoto, usw. anzusteuern, doch wer sich ein bisschen auskennt, weiß vielleicht das Japan budgetmäßig leider nicht sehr nahe bei Korea liegt. Alles was hier super günstig ist, wie Essen, Unterkünfte oder öffentliche Verkehrsmittel, sind leider in Japan ziemlich teuer. Hinzu kam noch, dass wir durch die langen Chuseok-Ferien nicht die einzigen mit der Idee waren, nach Japan zu fahren. Demnach lange Rede kurzer Sinn: Fukuoka und Okinawa waren bezahlbar, daher wird Tokio und alles andere auf einen späteren Zeitpunkt in meinem Leben verschoben.

 

Aber ich muss sagen, dass dieser "Kompromiss" in einer wirklich tollen Zeit geendet ist, an Orten, die wohl nicht viele Europäer in ihrem Leben sehen werden. Fukuoka ist keine typische Japanische Großstadt, obwohl sie zu einer der größeren Städte des Landes zählt. Hier leben c.a 1,5 Millionen Menschen und es gibt einiges zu sehen. Wir waren insgesamt ca. eine Woche hier jedoch waren wir zwischendrin 6 Tage in Okinawa, da der günstigste Reiseplan eben: Daegu - Fukuoka - Okinawa - Fukuoka - Daegu, war ;) Nachdem wir uns vorher etwas erkundigt hatten, haben wir uns entschieden an unserem ersten vollen Tag in Fukuoka die Stadt zu verlassen und nach Nokonishima Island zu fahren, die nur 10 Minuten mit der Fähre vom "Festland" (Japan ist ja irgendwie auch schon eine Insel) entfernt liegt.

Hier angekommen, haben wir uns (Elektro-) Fahrräder geliehen, um die sehr hügelige Insel auf eigene Faust zu erkunden. So sind wir einfach mal drauf los geradelt und haben schnell gemerkt, dass es sich eher um ein Inselchen handelt. Nach kaum mehr als 20 Minuten hatten wir trotz bergigem Anstieg die andere Seite erreicht. Hier befindet sich ein sehr berühmter Blumengarten, den wir aber erst später erkunden wollten. Also sind wir erstmal weiter und auf dem Rückweg zufällig über einen traumhaften Strand gestolpert, nachdem ich Moni gezwungen habe den steilsten Abstieg aller Zeiten herunter zu fahren :D Es hat sich aber gelohnt. Wir haben eine Art Reisegruppe kennengelert, bei der ich bis heute nicht ganz sicher bin, wie sie sich zusammengesetzt hat oder woher sich alle kannten. Jedenfalls wurden wir sofort eingeladen zu bleiben und uns auch ein Bier zu schnappen. Bei dem Strand muss man da wohl nicht lange überlegen. So waren wir für eine Weile hier und genossen die Zeit, bis wir uns aufmachen mussten, um die Blumen noch bei Tageslicht zu sehen. Wir haben den ganzen Tag auf Nokonoshima verbracht und waren abends dann wirklich platt von allen Eindrücken.

 

Den nächsten Tag haben wir dann genutzt, um den Nazoin Temple zu besuchen...

Der Nazoin Temple lag ungefähr 20 Minuten mit den Zug außerhalb von Fukuoka. Also konnten wir hier mal nicht hinlaufen, wobei das meistens unser Fortbewegungsmittel der Wahl war. Immer die Frage: "Okay das sind dann ca. 3 km.. können wir laut google in 45min. laufen.. das schaffen wir in 30, oder?" Naja meistens waren wir nur etwas schneller als die Vorhersage, aber dafür haben wir immer viel gesehen. Der Tempel und die gesamte Anlage lagen an einem Waldrand in den Bergen. Es war so schön mal richtig aus der Stadt raus zu kommen. Hier haben wir ungefähr 2 Stunden verbracht, dann ging es auch schon wieder zurück, um am nächsten morgen nach Okinawa zu fliegen.

 

Nachdem wir 6 Tage in Okinawa waren, waren wir erneut ein paar Tage in Fukuoka. In der Zeit und auch davor haben wir noch ein paar andere Dinge gemacht, wie den Fukuoka Tower besucht, die Stadt erkundet und viel geshoppt und gegessen. Daher hier nur noch ein paar zusammengewürfelte Fotos aus den anderen Tagen :)

Als wir am 10.10. wieder zurück in Daegu waren, haben uns alle gefragt, ob wir Fukuoka empfehlen würden. Ich habe darauf meistens geantwortet, dass es einerseits auch nur eine weitere Stadt ist, wir aber trotzdem eine extrem schöne und erlebnisreiche Zeit hatten. Wir haben uns so schnell an das gute Essen, die netten Leute und die Umgebung gewöhnt, dass wir auf jeden Fall wieder hinfahren würden. Aber dieses Erlebnis kann natürlich für jeden anders sein. Ich bin nach den Tagen definitiv ein Japan-Fan geworden und habe den Rest des Landes dann für später auf meine Bucket List geschrieben :)

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